Staatlich geprüfter Informatiker / staatlich geprüfte Informatikerin

Fachschule für Informatik, Fachrichtung: „Technische Informatik“

Was erwartet Sie?

Der staatlich geprüfte Informatiker ist eine Weiterbildung für Studierende im Abendbereich, die an staatlichen Schulen kostenfrei angeboten wird.

Unsere Weiterbildung bietet in Teilzeitform (berufsbegleitend) eine berufliche Qualifizierung mit dem staatlich zertifizierten Berufsabschluss zum

„Staatlich geprüfter Informatiker /
staatlich geprüfte Informatikerin“

Der Unterricht am heinrich-hertz-europakolleg in Bonn findet in der Regel an 3 Abenden (Mo, Di, Do) von 18.00 bis 21.15 Uhr statt.

Zukunftsorientierte Weiterbildung

Staatlich geprüfte Informatikerinnen und Informatiker verfügen über ein breites Spektrum beruflicher Qualifikationen, die ihnen Wege zu vielfältigen Tätigkeiten eröffnen. Diese können sowohl übergreifende, koordinierende als auch spezifische Aufgaben umfassen.

Dabei sind einerseits die Mitwirkung im Rahmen arbeitsteiligen Vorgehens und andererseits die selbstständige Abwicklung von komplexen Projekten nach erfolgreichem Abschluss des Studiums auf eine professionelle Basis gestellt. Berufliches Handeln ist bestimmt durch ein methodengeleitetes Vorgehen und die permanente Reflexion der jeweiligen Bedingungen und Konsequenzen. Die Befähigung zur Beurteilung der ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Bedingungen von Technik in zunehmend international geprägten Entwicklungen schließt die Bereitschaft und Fähigkeit zur human-, sozial- und umweltverträglichen Technikgestaltung ein. Die Kooperation mit internationalen Geschäftspartnern erfordert zielgerichtete Kommunikation, die sich auf Fremdsprachenkompetenz, interkulturelles Verständnis, Informationskompetenz und die Kenntnis nationaler beruflicher Gegebenheiten stützt.

Das Ziel ist die Erlangung aller Handlungskompetenzen um im der Informatik Führungspositionen einzunehmen. Die Weiterbildung vermittelt die dafür notwendigen Fach-, Human- und Sozialkompetenzen [… aus dem Lehrplan].

 Prinzipiell existieren in der Fachschule für Informatik drei mögliche Ausrichtungen:

  • Technische Informatik
  • Computer- und Kommunikationstechnik
  • CNC-Systemtechnik

Die Bestimmung des Schwerpunktes erfolgte durch eine Umfrage unter regionalen Betrieben und den Fachschülern der Jahrgänge 2000-2004.

Der Schwerpunkt der Fachschule am heinrich-hertz-europakolleg liegt auf der „Technischen Informatik“.

Andere Fachschule in Nordrhein-Westfalen bieten gleiche oder andere Schwerpunkte an.

Lehrinhalte

Die Weiterbildung zum staatlich geprüften Informatiker orientiert sich an der beruflichen Praxis, die in handlungsorientierten Lernsituationen bzw. Lernfeldern in den Vorlesungen thematisiert werden.

Thematisch verwandte Lernfelder sind zu einzelnen Vorlesungsblöcken zusammengefasst. Durch diese Zusammenfassung ergeben sich folgende Blöcke, die den Fokus der Weiterbildung bilden:

  • Anwendungsentwicklung und Softwareengineering (mind. 400 U-Std.)
  • Rechnersysteme, Netzwerkdesign und Administration (mind. 480 U-Std.)
  • Datenbankdesign und Datenbankanwendungen (mind. 200 U-Std.)
  • Projektarbeit, kein Fach im "klassischen" Sinne (mind. 160 U-Std.)
  • IT-Integration in den Produktionsprozess (mind. 240 U-Std.)

Jedes dieser Vorlesungsblöcke setzt sich aus praktischen Übungen, Tutorials, Vorlesungen, unterschiedlichen Kursen oder Lernfeldern zusammen.

Neben den fachbezogenen Fächern existiert der fachrichtungsübergreifende Lernbereich:

  • Deutsch/Kommunikation
  • Englisch
  • Politik/Gesellschaftslehre
  • Betriebs- und Personalwirtschaft

Die Anhebung durch die DQR auf Level 6 (gleiches Rang wie der Abschluss eines Bachelor-Studienganges) positioniert nicht nur die gesamte Weiterbildung auf sehr hohem Niveau, sondern bewertet auch der Projektarbeit, als eigenständige teamgestaltete „Abschlussarbeit“ entsprechend. Die Projektarbeit findet mit einer Projektbetreuung durch Dozenten bei externen Auftraggebern unter Berücksichtigung der gelernten Projektmanagement-Methoden (PRINCE II) statt. Link siehe unten

Abschluss:

Der Abschluss ist die staatliche geprüfte Informatikerin / der staatlich geprüfte Informatiker.

Die Schwerpunkte bilden die Themenbereiche Hardware, Software und das professionelle managen von Projekten. Das Spektrum reicht in der Hardware vom Einzelplatz-PC über die Netzwerktechnik bis hin zu Elementen des Cisco Certified Network Administrator (CCNA). In der Software von der Entwicklung  einfacher Web-Anwendungen bis zu anspruchsvollen Datenbankanwendungen in C++/C#.

Weitere Qualifikationen / Zertifikate:

  • Optional: Fachhochschulreife (Studium ist auch ohne möglich)
  • Optional: Ausbildereignungsschein HWK
  • Optional Vorbereitungskurs zur/zum „Fachkauffrau/Fachkaufmann HWK“
  • CISCO °-Zertifikat CCNA1 bis CCNA2 / 4
  • Englisch-Zertifikat
  • Vorbereitung zum Prince2 Zertifikat

Berufliche Perspektiven

Die beruflichen Perspektiven nach erfolgreichem Abschluss einer Weiterbildungsmaßnahme sind weit gestreut. Aus Rückmeldungen ehemaliger Absolventen sowie Gesprächen mit Personalverantworlichen ansässiger Unternehmen lässt sich entnehmen, dass das Engagement eine anspruchsvolle und zeitintensive Qualifikation wahrzunehmen, einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil darstellt.

Die Erfolge reichen dabei von der Konsolidierung der eigenen Position (Zitat eines „Ehemaligen“: In meiner Abteilung bin ich der Einzige ohne Hochschulabschluss) bis zur Übernahme von Positionen die eine Führungstätigkeit erfordern.

Der Abschluss der Fachhochschulreife ermöglicht die Aufnahme eines Studiums an einer Hochschule.

Auf folgende Positionen (Ausschnitt) möchten wir Sie vorbereiten:

  • Personalmanagement
  • Anwendungsberater (-in)
  • Gruppen- / Teamleiter (-in)
  • Projektleiter (-in)
  • Softwareentwickler (-in)
  • Netzwerkplaner

 

Voraussetzung und Anmeldung

Die Voraussetzungen für die Aufnahme in die Fachschule sind in der APO - BK, Anlage E geregelt (hier in Auszügen) Link: (siehe unten):

  1. Mittlerer Schulabschluss (Fachoberschulreife)
  2. Ausbildung in einem für die Zielsetzung der jeweiligen Fachrichtung einschlägigen Ausbildungsberuf (z.B. Systemelektroniker, Systemkaufmann, Fachinformatiker, Elektroniker, diverse Fachrichtungen, ...)
  3. Berufsschulabschluss, soweit während der Berufsausbildung die Pflicht zum Berufsschulbesuch bestand und
  4. eine Berufstätigkeit im Ausbildungsberuf von mindestens einem Jahr, die auch während der Fachschulausbildung abgeleistet werden kann, nachweist.

Eine Teilnahme ist auch schon während der Ausbildung möglich, die Berufserfahrung muss zum Prüfungszeitpunkt (Abschlussprüfung) nachgewiesen werden.

Alternativ zu den obigen Punkten kann ebenfalls aufgenommen werden, wer eine einschlägige Berufstätigkeit von mindestens fünf Jahren nachweist.

Die Anmeldung für das Schuljahr 2016/2017 muss bis zum 29.02.2016 erfolgen!

Die Anmeldung erfolgt bei Frau Rehfeld. Das Anmeldeformular finden Sie hier.

Weitere Informationen

Auf den Seiten des Schulministeriums lassen sich verschiedene Informationen zur Thematik Fachschule finden.

Exemplarisch sei an dieser Stelle auf folgende Weiterbildungsangeboten verwiesen:

Ein Studium im Bereich der Informatik ist an der Universität Bonn und der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin möglich.

Eher speziellere, auf einzelne Themenbereiche zugeschnittene, jedoch nicht kostenfreie Weiterbildungen finden Sie bei der IHK Bonn / Rhein-Sieg.

Weitere Informationen zur Fachschule Informatik können selbstverständlich auch in einem persönlichen / telefonischen Gespräch erhalten.

Hierfür wenden Sie sich bitte an Herrn Rösch,
roesch@hhek.bonn.de
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